← STRICKER.FIT Journal

«The Wall»: Wenn Frauen plötzlich unsichtbar werden

«The Wall» bezeichnet jenen Zeitpunkt, an dem eine Frau angeblich ihre Schönheit und sexuelle Ausstrahlung verliert. Die Erklärung dafür ist keine unsichtbare Wand. Es ist Biochemie. Mit der Menopause sinkt vor allem der Östrogenspiegel.

«The Wall» bezeichnet jenen Zeitpunkt, an dem eine Frau angeblich ihre Schönheit und sexuelle Ausstrahlung verliert. Die Erklärung dafür ist keine unsichtbare Wand.

Es ist Biochemie.

Mit der Menopause sinkt vor allem der Östrogenspiegel. Das verändert Haut, Haare, Muskulatur, Fettverteilung und Knochen – und damit auch das Erscheinungsbild.

Die Hollywood-Illusion

Jennifer Lopez, Nicole Kidman, Demi Moore, Halle Berry oder Salma Hayek sehen auch mit 50 oder 60 aussergewöhnlich attraktiv aus.

Das liegt nicht nur an Genen, Training und Privatköchen. In Hollywood steht die gesamte Werkzeugkiste zur Verfügung: Dermatologie, Laser, Botox, Filler, Operationen, Medikamente, Hormone und möglicherweise moderne Peptide.

Was eine bestimmte Schauspielerin tatsächlich verwendet, bleibt Spekulation. Sicher ist aber: Dieses scheinbar mühelose Altern ist selten mühelos.

Diese Mauer lässt sich wohl nicht ganz zertrümmern. Aber sie lässt sich verschieben.
Diese Mauer lässt sich wohl nicht ganz zertrümmern. Aber sie lässt sich verschieben.

Östrogen prägt die weibliche Optik

Östrogen unterstützt Kollagen, Muskulatur und die typisch weibliche Fettverteilung. Sinkt der Spiegel, wird die Haut dünner und weniger elastisch. Fett wandert häufiger von Hüften und Gesäss zum Bauch, während Muskelmasse verloren geht.

Der weibliche Körper kann dadurch optisch etwas männlicher wirken. Das ist keine echte Vermännlichung. Eine plötzlich tiefere Stimme oder ausgeprägter männlicher Haarwuchs sollten ärztlich abgeklärt werden.

Beim Mann geschieht teilweise das Gegenteil: Testosteronmangel führt zu weniger Muskeln und weicheren Körperkonturen. Vielleicht steckt deshalb ein wenig Biologie in der scherzhaften Beobachtung, dass sich ältere Paare immer ähnlicher sehen.

Kollagen und der Glow Stack

Im Peptidbereich wird häufig der Glow Stack diskutiert. Er kombiniert meistens GHK-Cu, BPC-157 und TB-500.

Für GHK-Cu gibt es Labor-, Tier- und kleinere Humanstudien mit Hinweisen auf mögliche Effekte bei Hauterneuerung, Wundheilung und Kollagenbildung. Zu Thymosin beta-4 existiert Forschung zur Gewebereparatur, während die Erkenntnisse zu BPC-157 überwiegend aus Tiermodellen stammen.

Hinzu kommen zahlreiche positive Erfahrungsberichte über Haut, Haare und Regeneration. Der Glow Stack als Kombination ist jedoch nicht als Haut- oder Anti-Aging-Therapie zugelassen. Weil der Stack nicht patentierbar ist, macht sich keine Firma die Mühe, eine behördliche Zulassung zu erhalten. Ob es einem gefällt oder nicht: Die Zeiten, in denen man Behörden bedingungslos vertraute, wenn es um die eigene Gesundheit ging, sind bei vielen Menschen seit Jahren vorbei – genauer: seit den Coronajahren.

Ist es nach der Menopause zu spät für Östrogen?

Nein. Das Verhältnis zwischen Nutzen und Risiken ist meistens am günstigsten, wenn eine systemische Hormontherapie vor dem 60. Lebensjahr oder innerhalb von zehn Jahren nach Beginn der Menopause startet.

Auch später kann eine Behandlung möglich sein, sie muss aber sorgfältiger geprüft werden. Lokales vaginales Östrogen gegen Trockenheit, Schmerzen oder Harnwegsbeschwerden kann häufig noch viele Jahre nach der Menopause eingesetzt werden.

Wichtig: Frauen mit Gebärmutter benötigen bei systemischem Östrogen in der Regel zusätzlich Progesteron oder ein anderes Gestagen zum Schutz der Gebärmutterschleimhaut.

Es geht um mehr als Schönheit

Östrogenmangel kann auch Schlaf, Sexualität, Muskulatur und Knochendichte beeinträchtigen. Sich mit Hormonen zu beschäftigen ist deshalb nicht oberflächlich, sondern Gesundheitsvorsorge.

Krafttraining, genügend Protein, guter Schlaf und eine vernünftige Ernährung bleiben die Grundlage. Hinzu kommen können Hautbehandlungen, Hormone, Medikamente, ästhetische Verfahren oder ausgewählte Peptide.

Dein Körper hat dich nicht im Stich gelassen. Seine biochemischen Bedingungen haben sich verändert. Wer sie versteht, kann intelligent reagieren – und, wie immer mehr Stars und Sternchen zeigen, stark und schlank bleiben. So lässt sich die angeblich unverrückbare Mauer um viele Jahre verschieben. Wenn man das denn will.

Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Information und persönliche Einordnung – keine medizinische Diagnose oder Behandlung.

Persönliche Einordnung

Welche Hebel sind für deinen Körper wirklich relevant?

Kickstart starten